Herzlich willkommen beim Mammographie Screening Karlsruhe

Wir gehören zum bundesweiten Mammo­graphie Screening Programm und sind für die Stadt Karlsruhe und den Landkreis Karlsruhe zuständig.

Das Mammographie Screening ist ein bundesweit angebotenes, qualitäts­gesichertes Programm zur Früherkennung von Brust­krebs­erkrankung­en.
Wenn Sie zwischen 50 und 69 Jahre alt sind, haben Sie alle zwei Jahre Anspruch auf eine Mammo­­­graphie­unter­suchung zur Früh­erkennung von Brust­krebs.

#WirBleibenZuhause | Mammographie Screening vorübergehend bis zum 30. April 2020 geschlossen

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat am 25.03.2020 angesichts der Infektionsgefahr durch das Coronavirus in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Gesundheit beschlossen, die Standorte aller Screening-Einheiten ab dem 30.03.2020 vorübergehend zu schließen.

Seit der Ausrufung des Pandemiefalls (COVID 19) durch das Bundes­gesundheits­ministerium gelten deutschlandweit Regelungen, die die Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus behindern oder zumindest verlangsamen sollen. Die Auswirkungen dieser Maßnahmen sind längst für uns alle spürbar.

Insbesondere vor dem Hintergrund der besonderen Körpernähe bei der Durchführung von Mammographie-Untersuchungen haben die für das Mammographie-Screening verantwortlichen Institutionen abgewogen, ob die Durchführung dieser Früh­erkennungs­unter­suchung mit dem Risiko einer Infektion für Sie und das Personal, welches die Untersuchungen durchführt, zu vereinbaren ist.

Nach sorgfältiger Abwägung wurde entschieden, bis zum 30. April 2020 keine neuen Einladungen zum Mammo­graphie-­Screen­ing zu versenden. Die verpassten Untersuchungen werden umgehend nachgeholt, sobald sich die Lage wieder entspannt hat. Hierzu erhalten Sie eine neue Einladung.

Bereits fest vereinbarte Termine entfallen aufgrund der aktuellen Situation und werden später nachgeholt. Wir bitten hierfür um Verständnis

 

Was passiert als Nächstes?
Wir werden Ihnen in einigen Wochen einen neuen Untersuchungstermin anbieten. Dies gilt auch für diejenigen unter Ihnen, die in der Zwischenzeit 70 Jahre alt geworden sind. Sollten Sie in einigen Wochen keine neue Einladung erhalten haben, wenden Sie sich bitte direkt telefonisch an die Zentrale Stelle Baden-Baden unter (07221) 9565-55 oder online über www.mammascreen-bw.de

Sollten Sie sich Sorgen machen z.B. wegen eines Tastbefundes oder anderer Zeichen, die Sie an eine Brustkrebserkrankung denken lassen, bitten wir Sie, sich umgehend an Ihre gynäkologische Praxis zu wenden, um einen Termin zur Abklärung zu vereinbaren. Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis.

Vielen Dank für Ihr Verständnis und bleiben Sie gesund!

Dr. Margit Deinzer
Programmverantwortliche Ärztin

 

 

Petition #MammoBis75 wurde an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages übergeben

Über 80.000 Unterschriften haben die Petition #mammobis75 unterstützt. Dadurch konnte die Forderung zur Anhebung der Altersgrenze von 69 auf 75 Jahre für das Mammographie-Screening-Programm für Frauen zur Früherkennung von Brustkrebs an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages übergeben werden.
Das offizielle Dankeschön des KreisLandFrauenverbands ist hier abrufbar.

Ein großer Erfolg, welcher zeigt, wie viel durch ehrenamtliches Engagement in einem großen Netzwerk zu erreichen ist!

www.mammobis75.de

Das Mammographie Screening Karlsruhe im AOK-Mitgliedermagazin bleibgesund 4/2018

Entdeckte Brustkrebsvorstufen im Mammographie Screening meist aggressiv

Die häufigste Diagnose bei den Brustkrebsvorstufen im zweijährlichen Mammographie-Screening-Programm ist die biologisch aggressivste Form. Sie birgt das größte Risiko, in ein so genanntes invasives Karzinom überzugehen. Dabei handelt es sich um einen bösartigen Tumor, der in das umliegende Gewebe wächst, in die Lymphknoten und anderen Organe streuen kann.

Die aktuelle Untersuchung aus Nordrhein-Westfalen wertete die Daten von rund 714.000 Frauen aus, die bis zu dreimal regelmäßig in einem zweijährlichen Abstand am Mammographie-Screening teilgenommen haben. Bei 1970 Frauen wurde eine Brustkrebsvorstufe entdeckt, in der Hälfte aller Fälle handelte es sich in der Folgeteilnahme um die aggressivste Form.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass es weit weniger Überdiagnosen im Mammographie-Screening geben könnte, als bislang von Experten diskutiert. Bei Überdiagnosen handelt es sich um entdeckte Brustkrebserkrankungen, die im Laufe des Lebens einer Frau ohne Früherkennung nicht auffällig geworden wären. Die größte Wahrscheinlichkeit einer Überdiagnose wird den „harmlosen“ Brustkrebsvorstufen zugeschrieben, die erst in mehr als zehn Jahren in einen invasiven Brustkrebs übergehen können. Nun wurde gezeigt, dass viele der im Mammographie-Screening entdeckten Brustkrebsvorstufen aggressiv sind. Sie entwickeln sich sehr viel schneller als die harmloseren Formen. Deshalb steigt ihr Anteil mit der wiederholten Screening-Teilnahme. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass gerade die regelmäßig teilnehmenden Frauen vom Mammographie-Screening besonders profitieren. Denn sind die Brustkrebsvorstufen aggressiv, werden sie durch diese Form der Brustkrebsfrüherkennung häufig entdeckt, bevor sie in einen aggressiven invasiven Brustkrebs übergehen können.

Studie:
Detection Rates of Ductal Carcinoma in Situ with Biennial Digital Mammography Screening: Radiologic Findings Support Pathologic Model of Tumor Progression.
Weigel S, Khil L, Hense HW, Decker T, Wellmann J, Heidrich J, Sommer A, Heidinger O, Heindel W. Radiology.
2017 Nov 6:170673.
doi: 10.1148/radiol.2017170673. [Epub ahead of print]

Quelle: Medizinische Fakultät der Universität Münster und Universitätsklinikum Münster