Herzlich willkommen beim Mammographie Screening Karlsruhe

Wir gehören zum bundesweiten Mammo­graphie Screening Programm und sind für die Stadt Karlsruhe und den Landkreis Karlsruhe zuständig.

Das Mammographie Screening ist ein bundesweit angebotenes, qualitäts­gesichertes Programm zur Früherkennung von Brust­krebs­erkrankung­en.
Wenn Sie zwischen 50 und 69 Jahre alt sind, haben Sie alle zwei Jahre Anspruch auf eine Mammo­­­graphie­unter­suchung zur Früh­erkennung von Brust­krebs.

 

 

Das Mammographie Screening zu Gast in der VHS Ettlingen

Ein interessanter Vortrag erwartete die Besucherinnen gestern in den Räumen der VHS Ettlingen.
Frau Dr. Margit Deinzer, Programmverantwortliche Ärztin im Mammographie Screening Karlsruhe, referierte nach einer herzlichen Begrüßung von Frau Herder-Gysser (VHS Ettlingen) und Frau Silke Benkert (Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Ettlingen) zum Thema Brustkrebsfrüherkennung und das Mammographie Screening Programm.
Im Laufe des Abends beantwortete Frau Dr. Deinzer zahlreiche Fragen. Wichtig waren vor allem die Höhe der Strahlenbelastung, die Rolle der Tumorgrösse und welche Therapiemöglichkeiten es heute zur Behandlung von Brustkrebs gibt.

Spende für das Brustzentrum des Städtischen Klinikums Karlsruhe

Frau Dr.Margit Deinzer, Programmverantwortliche Ärztin im Mammographie Screening Karlsruhe und Frau Gabi Knebel, Geschäftsführerin amena Fitness für Frauen, freuten sich sehr über die Summe von 530 €, die sie Frau Dr. Ruf-Dördelmannn als Spende für das Brustzentrum des Städtischen Klinikums Karlsruhe überreichen konnten.
Am Tag der Frauengesundheit im Mammographie Screening Karlsruhe nutzten viele Frauen die Gelegenheit um etwas für Ihre Gesundheit zu tun und schlossen eine Mitgliedschaft bei amena Fitness ab. Ein Teil der Gebühr steht nun als Spende für die Arbeit im Kampf gegen Brustkrebs zur Verfügung.

„Talk im Schlachthof“ mit dem Thema „Mammographie-Screening: Ein Programm das Leben retten kann"
(Teil 1)



„Talk im Schlachthof“ mit dem Thema „Mammographie-Screening: Ein Programm das Leben retten kann"
(Teil 2)



Das Mammographie Screening Karlsruhe im AOK-Mitgliedermagazin bleibgesund 4/2018

Dr. Margit Deinzer "im Gespräch" bei Baden TV



Entdeckte Brustkrebsvorstufen im Mammographie Screening meist aggressiv

Die häufigste Diagnose bei den Brustkrebsvorstufen im zweijährlichen Mammographie-Screening-Programm ist die biologisch aggressivste Form. Sie birgt das größte Risiko, in ein so genanntes invasives Karzinom überzugehen. Dabei handelt es sich um einen bösartigen Tumor, der in das umliegende Gewebe wächst, in die Lymphknoten und anderen Organe streuen kann.

Die aktuelle Untersuchung aus Nordrhein-Westfalen wertete die Daten von rund 714.000 Frauen aus, die bis zu dreimal regelmäßig in einem zweijährlichen Abstand am Mammographie-Screening teilgenommen haben. Bei 1970 Frauen wurde eine Brustkrebsvorstufe entdeckt, in der Hälfte aller Fälle handelte es sich in der Folgeteilnahme um die aggressivste Form.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass es weit weniger Überdiagnosen im Mammographie-Screening geben könnte, als bislang von Experten diskutiert. Bei Überdiagnosen handelt es sich um entdeckte Brustkrebserkrankungen, die im Laufe des Lebens einer Frau ohne Früherkennung nicht auffällig geworden wären. Die größte Wahrscheinlichkeit einer Überdiagnose wird den „harmlosen“ Brustkrebsvorstufen zugeschrieben, die erst in mehr als zehn Jahren in einen invasiven Brustkrebs übergehen können. Nun wurde gezeigt, dass viele der im Mammographie-Screening entdeckten Brustkrebsvorstufen aggressiv sind. Sie entwickeln sich sehr viel schneller als die harmloseren Formen. Deshalb steigt ihr Anteil mit der wiederholten Screening-Teilnahme. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass gerade die regelmäßig teilnehmenden Frauen vom Mammographie-Screening besonders profitieren. Denn sind die Brustkrebsvorstufen aggressiv, werden sie durch diese Form der Brustkrebsfrüherkennung häufig entdeckt, bevor sie in einen aggressiven invasiven Brustkrebs übergehen können.

Studie:
Detection Rates of Ductal Carcinoma in Situ with Biennial Digital Mammography Screening: Radiologic Findings Support Pathologic Model of Tumor Progression.
Weigel S, Khil L, Hense HW, Decker T, Wellmann J, Heidrich J, Sommer A, Heidinger O, Heindel W. Radiology.
2017 Nov 6:170673.
doi: 10.1148/radiol.2017170673. [Epub ahead of print]

Quelle: Medizinische Fakultät der Universität Münster und Universitätsklinikum Münster